
Wenn ein Haustier verstirbt bzw. eingeschläfert werden muß, ist das für Herrchen und Frauchen sehr schlimm.
Menschen, die keine Tiere haben oder mögen können das nicht nachvollziehen, nicht verstehen,
dass Tiere regelrecht Partnerersatz oder Familienmitglieder sein können.
Wenn es soweit ist, bitte ich Sie um eines: Lassen sie Ihren Liebling in seiner schwersten Stunde nicht alleine,
gehen Sie diesen schweren Weg mit ihm, wenn es auch noch so hart ist!!
Zu oft habe ich es als Tierarzthelferin erlebt, dass die Besitzer gegangen sind mit dem Satz "Ich kann das nicht sehen!" und erst dann werden die Tiere
unruhig, ängstlich, aggressiv!
Ich denke, jeder, der das schon einmal mitmachen musste gibt mir recht, wenn ich behaupte, dass die meisten Tiere ahnen, was mit ihnen passiert.
Oft sind sie nur noch ganz schwach, haben große Schmerzen, aber solange ihr geliebter, vertrauter Mensch bei Ihnen ist,
sind sie zufrieden und schlafen auch so ein!
Also, tun Sie Ihrem 4-Beiner diesen letzten Gefallen, damit er nicht mit Angst von dieser Welt geht.
Fragen Sie doch vorher Ihren Tierarzt, ob er in diesem Fall einen Hausbesuch macht, daheim ist es ruhig und für alle Beteiligten am erträglichsten.
Wenn es dann "geschafft" ist, hat man mehrere Möglichkeiten:
Wenn Sie einen eigenen Garten haben und nicht in einem Wasserschutzgebiet wohnen, dürfen Sie Ihr Haustier dort begraben (mindestens 70cm tief),
Sie haben dann einen Ort zum Trauern und weiterhin das Gefühl, Ihren Liebling in Ihrer Nähe zu haben!
Auch gerade, wenn Kinder involviert sind ist so eine Tier-Beerdigung ein befreiendes Ritual!
Wenn sie keinen Garten haben fragen Sie in Ihrem Wohnort (Gemeinde) nach, ob es einen in der Nähe Tierfriedhof gibt.
Bisher gibt es leider noch nicht sehr viele, aber da langsam erkannt wird, welche Rolle Haustiere in der heutigen Gesellschaft spielen,
gibt es immer mehr öffentliche Tierfriedhöfe! In Frankfurt gibt es einen
Tierfriedhof im Stadtteil Rödelheim, er gehört dem Tierschutzverein Frankfurt.
Weitere Infos erhalten Sie unter: 069-423005/06
Die letzten Jahre hat sich eine weitere Möglichkeit etabliert:
Das Einäschern von Haustieren.
In Deutschland war dies bis vor kurzem noch verboten, ein erstes
Tierkrematorium hat jetzt in München eröffnet!
Die meisten Anbieter allerdings bringen die Tiere zum Einäschern nach Holland, dort gibt es schon seit Jahren Krematorien für Tiere.
In der Regel wird das verstorbene Tier bei Ihnen oder beim Tierarzt abgeholt, in einem Kühlbehältnis nach Holland gebracht und dort eingeäschert.
Sie können dann wählen (preislich ca. 200-400 Euro), ob die Asche auf See verstreut werden soll oder ob Sie sie in einer Urne zugesandt bekommen möchten.
In jedem Fall erhalten Sie ein Zertfikat, auf dem dann auch das Datum/die Uhrzeit der Einäscherung angegeben ist!
Insgesamt eine gute Lösung, wie wir von der Tatzenpension finden. Im Rhein Main Gebiet haben wir gute Erfahrungen gemacht mit
Familie Balon von der
Pietät für Tiere in Bad Soden.
Fragen Sie ansonsten bei Ihrem Tierarzt nach einer Adresse in Ihrer Nähe.
Sicherlich kann man sein Tier auch beim Tierarzt zurücklassen, aber dort wird es von der Tierkörperbeseitigung abgeholt und zusammen mit Schlachtabfällen
weiterverarbeitet. Daher ist das verständlicherweise unvorstellbar für Menschen, für die Ihr Haustier zur Familie gehört hat.